Braigez

Woraus der Preis besteht

Jede Kartenzahlung teilt sich in drei Teile auf, bevor bei Ihnen etwas ankommt. Auf den meisten Abrechnungen sehen Sie nur die Summe. Hier stehen die Teile.

  1. Das Interbankenentgelt. Es geht an die Bank Ihres Gastes, dafür dass sie ihm die Karte gegeben hat. Daran kann niemand verhandeln, auch ich nicht. Bei privaten Karten ist es durch eine EU-Verordnung gedeckelt, auf 0,2 Prozent bei Debit- und 0,3 Prozent bei Kreditkarten. Bei Firmenkarten und bei den virtuellen Karten der Buchungsportale ist es nicht gedeckelt und liegt oft bei zwei Prozent.
  2. Das Systementgelt. Ein kleiner Betrag an Visa oder Mastercard für den Betrieb des Netzes. Ebenfalls nicht verhandelbar.
  3. Mein Anteil. Der Rest. Das ist der einzige Teil, über den man reden kann, und der einzige, von dem ich lebe.

Wo in meiner Preisliste Interbankenentgelt plus steht, gebe ich Teil eins und zwei unverändert an Sie weiter und verdiene nur an Teil drei. Das hat einen Grund, der Sie betrifft: bei einem Pauschalsatz verdient Ihr Anbieter mehr, wenn Ihre Gäste billige Karten benutzen. Er berechnet Ihnen 2,4 Prozent auf eine Karte, die ihn 0,3 gekostet hat. Bei getrennter Abrechnung bleibt mein Anteil gleich, egal welche Karte hereinkommt. Ich habe dann keine stille Wette mehr auf Ihre Gästestruktur laufen.

Das ist auch der Grund, warum ich Ihnen für Firmenkarten keinen festen Prozentsatz nenne. Ein fester Satz auf eine Karte, deren Einkaufspreis ich nicht kenne, wäre entweder für Sie zu teuer oder für mich ein Verlustgeschäft. Beides hielte nicht lange.

Wenn auf Ihrer heutigen Abrechnung ein einziger Satz für alle Karten steht, zahlen Sie diese Aufteilung trotzdem. Sie sehen sie nur nicht. Genau die rechne ich Ihnen aus, wenn Sie mir drei Abrechnungen schicken.

Die Saisonregel im Detail

Alles rechnet sich an Ihrem eigenen Normalmonat: dem gleitenden, saisongewichteten Schnitt Ihrer letzten zwölf Monate. Beim Einstieg kommt er aus Ihren alten Abrechnungen, danach läuft er von selbst mit. Die Regeln:

  • Läuft der Monat besser als normal, fällt mein Aufschlag von selbst, bis 150 Prozent des Normalmonats auf seinen Bestwert. Ein starkes Haus muss dafür nichts tun und nichts verhandeln.
  • Läuft ein Monat unter der Hälfte Ihres Normalmonats, verdiene ich an Ihnen nichts. Genau gesagt: von 60 Prozent abwärts schmilzt mein Aufschlag, ab 40 Prozent ist er null. Was Sie dann noch zahlen, ist ausschließlich das, was ich ohnehin durchreiche: Interbankenentgelt, Systementgelt, Plattform. Der Satz heißt bewusst nicht "Sie zahlen nichts", sondern "ich verdiene nichts".
  • Eine bessere Stufe wird erst gewährt, wenn sie sicher ist, also auch dann noch hielte, wenn der Rest des Monats schlecht läuft.
  • Einmal gefallen, steigt ein Satz im selben Monat nicht wieder. Auch wenn nach einem guten Wochenende eine Regenwoche kommt.
  • Am Monatsende zählt der tatsächliche Umsatz. Ist die endgültige Stufe besser als die gewährte, wird die Differenz gutgeschrieben. Ist sie schlechter, passiert nichts. Sie zahlen nie nach.
  • Und ein Rückhalteseil obendrauf: mehr als 1.000 Euro im Monat verdiene ich an keinem Haus.

Die Senkung verteilt sich außerdem über Ihre Kartenarten nach deren Anteil an Ihrem Umsatz. Ein Haus, in dem siebzig Prozent der Gäste mit Debitkarte zahlen, sieht die Senkung also vor allem beim Debitsatz, nicht gleichmäßig verschmiert über Karten, die kaum vorkommen.

Die Senkung verteilt sich außerdem über Ihre Kartenarten nach deren Anteil an Ihrem Umsatz. Ein Haus, in dem siebzig Prozent der Gäste mit Debitkarte zahlen, sieht die Senkung also vor allem beim Debitsatz, nicht gleichmäßig verschmiert über Karten, die kaum vorkommen.

Weil ein dauerhaft schwächeres Geschäft seinen eigenen Schnitt mit nach unten zieht, fängt der Boden Ausnahmemonate, nicht ein krankes Jahr. Und weil sich alles an Ihrem eigenen Normalmonat misst, hat ein Haus mit 500.000 Euro im Monat dieselben Vorteile wie eines mit 120.000, jeweils an sich selbst gemessen.

Die Kurve auf der Startseite rechnet mit der Beispielmischung 60 Prozent Debit-, 25 Prozent Kredit-, 10 Prozent Firmen- und 5 Prozent Nicht-EWR-Karten und einer Durchreichung von 0,97 Prozent. Die endgültigen Zahlen je Kartenart stehen mit dem Plattformvertrag fest.

Wann sich ein Wechsel lohnt, und wann nicht

Ein Hotel mit 50 Zimmern, etwa 170.000 Euro Kartenumsatz im Monat, mit Geschäftsreisenden und internationalen Gästen, also einem eher teuren Kartenmix.

FallEffektiver SatzKosten im Monat
Alter, nie nachverhandelter Vertrag1,80 %3.060 Euro
Pauschaltarif mit 1,39 Prozent, dazu Gerätemiete und Servicepauschale1,55 %2.635 Euro
Braigez, getrennte Sätze1,55 %2.629 Euro
Scharf verhandelter Vertrag mit getrennten Sätzen1,05 %1.785 Euro

Ein Restaurant, etwa 50.000 Euro Kartenumsatz im Monat, überwiegend Debitkarten, also der typische deutsche Fall.

FallEffektiver SatzKosten im Monat
Pauschaltarif mit 1,39 Prozent auf alle Karten1,39 %695 Euro
Braigez, getrennte Sätze1,46 %729 Euro

Diese Tabellen sagen nicht das, was eine Anbieterseite üblicherweise sagt. Beim Restaurant mit vielen Debitkarten bin ich nicht billiger, sondern liege 34 Euro darüber. Wer allein auf den Prozentsatz schaut, hat mit einem Pauschaltarif nichts falsch gemacht. Der Unterschied liegt in dem, was danach passiert: Ersatzgerät im Haus, Erreichbarkeit bis 21 Uhr an sieben Tagen, Rückbuchungen, Einweisung, ein Ansprechpartner mit Namen.

Und beim Hotel: gegen einen alten, nie nachverhandelten Vertrag sparen Sie deutlich. Gegen einen scharf verhandelten Vertrag mit getrennten Sätzen zahlen Sie bei mir mehr. Für solche Häuser ist das zweite Angebot der richtige Weg: Sie behalten Ihren Anbieter und bekommen Terminal, Support und Auswertung von mir zu einem festen Monatspreis.

Die Zahlen sind gerechnet, nicht gemessen. Ihre eigene Abrechnung ist die einzige Zahl, die zählt, und genau deshalb fange ich damit an.

Zwei Fragen, die hierher gehören

Wem gehört das Terminal?

Mir. Sie kaufen es nicht und Sie mieten es auch nicht. Ich stelle Gerät und Ersatzgerät, Sie zahlen keine Grundgebühr und keine Miete, und ich finanziere beides über die Transaktionsgebühr. Dafür bleiben die Geräte mein Eigentum und gehen an mich zurück, wenn wir nicht mehr zusammenarbeiten. Das ist der ehrliche Gegenwert dafür, dass Sie beim Start nichts bezahlen und jederzeit gehen können.

Wie schnell ist mein Geld auf dem Konto?

Die Auszahlung kommt vom abwickelnden Zahlungsinstitut direkt auf Ihr Konto, sie läuft zu keinem Zeitpunkt über mich. Den genauen Rhythmus nenne ich Ihnen im Angebot, zusammen mit einer Abrechnung, auf der jede Gebühr einzeln steht.

Fragen dazu beantworte ich auch, wenn Sie kein Kunde sind:
+49 155 69106023, täglich 13.30 bis 21 Uhr · [email protected]

Alle Preise zuzüglich Umsatzsteuer. Stand August 2026.